Die Logistik ist immer ein grundlegendes Element, um den Erfolg eines Internationalisierungsprojektes zu sichern

Die Lösungen – wie wir anhand von drei Beispielen mit verschidenen Produktkategorien sehen werden – können sehr unterschiedlich ausfallen. Wir betrachten drei Fälle in sehr unterschiedlichen Bereichen des Spektrums der Produkte, die wir exportieren können.

Beispiel 1: Industriemaschinen

Kritisch: Der Kundendienst ist immer sehr wichtig und ein kritischer Erfolgsfaktor. Die Erwartungen der Kunden variieren stark je nach Land. Typischerweise haben Kunden in Ländern mit lokalen Maschinenhersteller strengere Anforderungen. Hier ist eine Liste der Elemente zu beachten und auf die es wichtig ist, die Marktbedürfnisse zu verstehen:

  • Ersatzteil Verfügbarkeit: Service Level und Lieferzeiten;
  • Telefonantwortzeit (in der Landessprache);
  • Verfügbarkeit der Techniker vor Ort und deren Reaktionszeiten;
  • Ausbildung des Personals des Kunden bei der Auslieferung;
  • Inbetriebnahme.

Nicht kritisch: Die Logistik für die Lieferung von Maschinen: es wird notwendig sein, einen geeigneten Transporteur zu finden und das Team für die Inbetriebnahme zu organisieren, oft mit den gleichen Mitarbeiter, die auch den Kundendienst durchführen.

Mögliche Konfiguration: Die zu bewertenden Optionen hängen von der Prioritätsentscheidung der gewählten Vertriebskanäle ab. Das Spektrum der Chancen reicht von der Bereitstellung der Unterstützung und der Ersatzteile vom Hauptsitz des Mutterunternehmens bis hin zur Organisation einer direkten Präsenz vor Ort durch verschiedene Outsourcing-Lösungen.

Beispiel 2: Haushaltgeräte

Kritisch: Alles ist entscheidend für Konsumgüter, die angesichts der geringen Margen eine ausgeklügelte und effiziente Distributionslogistik erfordern. Aber sie erfordern auch einen guten Kundendienst mit Call-Center, Techniker und Fahrzeuge für weiße Ware oder mit Call-Center und Rücksendung-Logistik für kleine Geräte.

Nicht kritisch: Nichts.

Mögliche Konfiguration: eine lokale Präsenz ist notwendig, und angesichts der Größe der Gerätehersteller wird dies bis auf wenige Ausnahmen eine direkte Präsenz sein. Nur wenige Hersteller von kleinen Geräten können durch Verteiler eingreifen.

Beispiel 3: FMCG (fast moving consumer goods)

Kritisch: Die Primärlogistik ist ein Schlüsselelement der Wettbewerbsfähigkeit. Das Vertriebsnetz muss mit großer Aufmerksamkeit gestaltet werden..

Nicht kritisch: Wenig oder gar keine After-Sales-Aktivitäten erforderlich. In einige Fälle ist nur ein Outsourcing Call-Center erforderlich.

Mögliche Konfiguration: Die Priorität wird durch die gewählte Vertriebseinstellung festgelegt. Die Lösung für die Verteilung der Waren wird folgen..

Zusammenfassung

Logistik und Kundendienst sind komplexe Angelegenheiten. Die optimalen Lösungen sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig.
Gemeinsame Elemente sind die gründliche Analyse der Marktanforderungen, die Definition einer Lösung für diese funktionelle und sorgfältige Auswahl von Partnern und Dienstleistern.

Autor: Michele Schweinöster

Internationale Führungskraft mit tiefem Verständnis von Verbrauchsgütern und Maschinen, Funktionsexperte in den Bereichen Kundendienst, Logistik und Vertrieb.

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